Schimmel in der Wohnung – Feuchtigkeit Ursache Nr.1

Schimmel

Schimmel in der Wohnung

Schimmelsanierung – Ursächlich für die Bildung von gesundheitsschädlichem Schimmel in Wohnräumen ist zu hohe Feuchtigkeit. Sie entsteht oft als Kondensfeuchte an kalten Außenwandflächen.

Trockene Decken- und Wandkonstruktionen werden von Schimmel nicht befallen, denn Schimmelpilze benötigen zum Wachstum immer Wasser. Das gilt sowohl für Neubauten wie auch für ältere Gebäude.

Folglich ist immer das Ziel einer Schimmelpilzsanierung dauerhaft für trockene Konstruktionen zu sorgen!

Schimmel – wo kommt die Feuchtigkeit zum Wachstum von Schimmelpilzen her?

Auch wenn Sie keine defekte Wasserleitung haben, kann Ihr Wohnraum feucht werden und zum Schimmelbefall auf Wandflächen führen. Die Gründe für die Entstehung von  Feuchtigkeit sind vielfältig und sie lassen sich nicht alle auf “null” reduzieren, denn das Wassermolekül gehört zu unserem Leben dazu!

HAGA-Wandgestaltung mit Kalk

HAGA-Wandgestaltung mit Kalk

Jeder von uns produziert täglich Wasserdampf. Das beginnt im Schlaf beim Ausatmen und setzt sich morgens beim Duschen fort. Mittags wird in der Regel mit Wasser gekocht und zwischendurch auch noch Wäsche gewaschen und getrocknet. Das sind nur einige Möglichkeiten, wie “Nutzungsfeuchte” entsteht und unseren Wohnraum anreichert.

Neben dem selbst erzeugten Wasserdampf kann Feuchtigkeit jedoch auch von außen durch Schwachstellen der Gebäudehülle z. Bsp. bei Regen ins Haus eindringen oder als Wasserschaden durch defekte Rohrleitungen auftreten. Als letztes sollte hier noch die Baufeuchte erwähnt werden, die aus noch nicht trockenem Estrich, dem Wand- oder Deckenputz austritt.

Warum taucht Schimmel nicht in allen Wohnungen gleichermaßen auf, sondern nur in einigen und warum eigentlich ausgerechnet bei Ihnen?

Infoabend Schimmel

Infoabend Schimmelpilze vermeiden und bei Schimmelbefall fachgerecht sanieren

Schimmelpilze breiten sich durch Sporen aus, die sich wahrscheinlich in jeder Wohnung nachweisen lassen. Unter für sie günstigen Bedingungen lassen sie sich nieder und fangen an zu wachsen.

Günstige Bedingungen sind u.a. Feuchtigkeit, ein Nährboden und kein Durchzug, meint der Experte Dr. Willems vom Institut für Angewandte Mykologie und Hygiene (IAM) bei einem Vortrag im Öko Bau-Zentrum zum Thema “Schimmel vermeiden und bei Schimmelbefall ökologisch richtig sanieren”.

Beim Nährboden sind Pilze nicht wählerisch: Staubpartikel und Tapetenkleister finden sie auf fast jeder Wand und wenn es jetzt noch ohne Durchzug feucht ist, dann wächst in kurzer Zeit aus winzigen Sporen ein für uns sichtbarer Schimmel.

Schimmelpilz – Luftfeuchtigkeit und Oberflächentemperatur

Feuchtigkeit entsteht durch Kondensation an kalten Wandflächen. Warme Raumluft kann viel mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. 20°C warme Raumluft erreicht zum Beispiel mit 17g Wasser pro m³ die Sättigungsgrenze. Wir sprechen dann von 100% rel. Raumluftfeuchte. Steigt die Temperatur, dann steigt auch das Aufnahmevermögen für Wassermoleküle und die rel. Luftfeuchte sinkt, das ist gut!

Strömt jedoch durch Luftzirkulation warme Raumluft an kalten Wandflächen vorbei, dann wird Wärmeenergie abgegeben, als Folge sinkt in dem Bereich die Lufttemperatur. Bei gesunkener Lufttemperatur steigt allerdings automatisch die rel. Raumluftfeuchte und im kritischen Fall (bei 100%) fällt festes Wasser aus. Wir nennen das Tauwasser oder Kondensationsfeuchte und das ist schlecht!

Sorptionsfähigkeit und Speichermöglichkeit
Kalkputz - Schimmelpilzsanierung mit HAGA-Biotherm

Kalkputz – HAGA-Biotherm

Fällt Kondensationsfeuchte an, dann ist in dem Fall die Beschaffenheit Ihrer Wandoberfläche gefordert. Mit einem Kalkputz oder Lehmputz haben Sie ein geringeres Risiko für Schimmelpilzbildung. Beide Putzoberflächen können durch ihre poröse Oberfläche verhältnismäßig viel Wasser aufnehmen und auch kapillar ins Innere der Putzfläche leiten. Das vermindert Ihr Schimmelrisiko!

Lehmputz kann zwar mehr Wasser speichern und auch wieder abgeben, dafür ist ein Natur-Kalkputz, wie ihn die Firma HAGA aus Sumpfkalk herstellt, mit einem sehr hohen pH-Wert für Schimmelpilze zu basisch.

Gipsputz verfügt verhältnismäßig über eine geringe Speicherkapazität für Wasser. Wird die Oberfläche durch Kondensation feucht, dann braucht sie auch noch länger zum Trocknen. Ähnlich schlecht verhält es sich mit Tapeten. Besonders dann, wenn die Tapete auch noch mit synthetischen Wandfarben gestrichen wurde. Das Tauwasser verbleibt auf der Oberfläche und liefert mit dem Tapetenkleister (fast immer aus Zellulose uns Stärke) auch noch einen guten Nährboden für den Schimmelpilz.

Maßnahmen zur Schimmelsanierung

Bei einer fachgerechten Schimmelpilzsanierung ist es zunächst wichtig, die Ursache für den Schimmelbefall zu ergründen. Denn bei einem Befall durch eine defekte Wasserleitung müssen Sie nicht unbedingt die Wände dämmen. Hier ist ein Wasserinstallateur gefordert, der die beschädigte Leitung fachgerecht austauscht und damit das Problem löst.

hoher ph-Wert Kalkfarbe

Kalkfarbe pH-Wert größer 12

HAGA Sumpfkalk mit pH-Wert > 12

Eine Größe, die das Schimmelwachstum an Wandoberflächen nicht fördert, ist ein hoher pH-Wert. Viele Schimmelpilzarten bevorzugen leicht saure und neutrale Untergründe mit pH-Werten von 4-7. Es gibt jedoch Arten, die im Extrem auch mit einem pH-Wert von 2 und 11 auskommen können.

Insbesondere der diffusionsoffene HAGA Calkosit Sumpfkalkputz oder auch die Kalkfarbe auf Sumpfkalbasis sind mit einem pH-Wert von >12 für Schimmelpilze zu basisch.

Schimmelsanierung mit geeigneter Dämmung – Kondensationsfeuchte vermeiden

Kalziumsilikatplatten gegen Schimmel

Gut gegen Schimmel: Kalziumsilikatplatten

Mit einer Wärmedämmung können Sie die Oberflächentemperatur einer Außenwand von innen erhöhen und damit Ihr Kondensationsproblem entschärfen. Doch nicht jeder Dämmstoff eignet sich gleichermaßen gut. Neben der wärmedämmenden Eigenschaft sollte der Dämmstoff zusätzlich sorptionsfähig sein.

Synthetische Dämmstoffe führen eher zur Verschärfung des Schimmel-Problems.

Bei der Schimmelpilzsanierung empfehlen wir den HAGA Biotherm® Dämmputz und Dämmplatten aus Kalziumsilikat. Beide Systeme dämmen gut, verfügen über eine hohes Sorptionsvermögen (Wasseraufnahme) und haben eine hervorragende kapillare Leitfähigkeit.

Öko Bau-Zentrum – HAGA – Sumpfkalk + Kalziumsilikat-Dämmplatten

Gerne helfen wir Ihnen eine technisch und auch wirtschaftlich gute Lösung für Ihr Schimmelpilzproblem zu finden. Neben einer kompetenten Beratung übernimmt unsere Handwerkerabteilung selbstverständlich auch gerne für Sie die komplette Sanierung.

Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

2 Antworten

  1. Peter Kuczewski sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    kann man den Haga Mineralkalkputz auch auf Fliesen aufbringen? Sollte man auf die Fliesen vorher eine Grundierung auftragen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort mit freundlichen Grüßen

    • Sehr geehrter Herr Kuczewski,
      vielen Dank für Ihre Anfrage nach HAGA-Kalkputz.
      Grundsätzlich können wir Ihnen nur empfehlen, die Fliesen vorweg von der Wand abzunehmen und erst im Anschluss den HAGA Bio-Grundputz neu auftragen.
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

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